Mapathon für Stuttgart-Mitte und -Süd

 

Beteiligung der Öffentlichkeit bis zum 15.5. - Befahrung am 30.4.

 

In einem Mapathon tragen unterschiedliche lokale Akteure und Einzelpersonen ihr Wissen zusammen und entwickeln eine Idee für ein gutes Radnetz in ihrer Stadt oder Kommune. Dabei geht es nicht um die bestehende Infrastruktur, sondern um die Entwicklung eines Wunschradnetzes, das es allen Einwohner*innen ermöglicht, zügig und sicher auf direktem Weg ihre Ziele zu erreichen.

Erstellung des Netzes

Zunächst werden Quell- und Zielpunkte festgelegt, danach die optimalen Routen ausgewählt - nicht nur Schleichwege, auf denen man heute bereits gut Rad fahren kann, sondern vor allem direkte und topografisch ideale Strecken mit dem Anspruch, diese für den Radverkehr zu ertüchtigen. Dazu wurden drei Kategorien untersucht: Pendlerstrecken, Routen für Jugendliche und Familien sowie Routen zu Freizeitzielen. Die Ergebnisse sind in einer Karte auf UMap zusammengestellt. Die verschiedenen Arten von Zielen und Routen können im Steuerungsmenü links für Ebenen (an den "Augensymbolen") ein- und ausgeschaltet werden.

Die Legende der Karte (Netzplan):

Rot bzw. hellgrün durchgezogenHauptradsrouten 1. bzw. 2. Ordnung aus dem Konzept der Stadt Stuttgart (2009)
Rot bzw. hellgrün gestricheltAlternativrouten Ergänzungen
GoldgelbErgänzungsrouten aus dem Konzept der Stadt Stuttgart (z.T. Aktualisierung 2021)
   jeweils schmal Waldweg, nicht alltagstauglich
ViolettRSV (Radschnellverbindung) gemäß Machbarkeitsstudie
   dunkelAls Normalroute gut herstellbar
   hellZielnetz, schwierig herzustellen
   gestricheltAlternativvorschlag ADFC
BlauPendlerrouten
   hellblauZielnetz, schwierig herzustellen
   schmal Waldweg, nicht alltagstauglich
OrangeRouten für Jugendliche und Familien
DunkelgrünRouten zu Freiteitzielen

Maßnahmen

Darüber hinaus wurden auch erste Überlegungen zu möglichen Maßnahmen angestellt. Dabei geht es natürlich nicht darum, genaue Pläne anzufertigen - das ist und bleibt Aufgabe der Stadtverwaltung. Es wurde aber jeweils angeschaut, ob eher eine Lösung mit Mischverkehr oder eher eine Lösung mit Radverkehrsanlage möglich ist. Die Ergebnisse sind ebenfalls in Kartenform dargestellt. 
 

Legende Mapathon Maßnahmen

Streckenabschnitte 
RotMischverkehr
   hellvorläufig ohne Maßnahme
   dunkelmit Maßnahme (z.B. Tempo 30 anordnen)
BlauMit Radverkehrsanlage z.B. geschützter Radfahrstreifen oder gemeinsame Rad- und Busspur.
   hellBestand, vorläufig ohne Maßnahme
   dunkelmit Maßnahme
ViolettSowohl Mischverkehr als auch Radverkehrsanlage sind denkbar
ZweifarbigJe Richtung unterschiedlich (z.B. bergauf Radverkehrsanlage, bergab Mischverkehr)
OlivSonstige Maßnahme, zum Beispiel bei Pflasterstraßen oder Straßen mit Stadtbahnschienen
GrünWege in Grünanlagen oder im Wald
   hellvorläufig ohne Maßnahme
   dunkelmit Maßnahme
Knotenpunkte u.a. 
RotBau eines Kreisverkehrs oder Korrektur an bestehendem Kreisverkehr, z.B. Fahrbahnen verschmälern, um ein Überholen und Schneiden von Radfahrer*innen zu verhindern
BlauEigene Querungsmöglichkeiten für Radfahrer*innen schaffen oder anderweitige (meist bauliche) Maßnahme
GelbKleinmaßnahme

Priorisierung

Da die erforderlichen Maßnahmen sehr zahlreich sind, haben wir priorisiert, was als erstes gemacht werden soll und für diese Abschnitte die Maßnahmen genauer diskutiert: Die Wahl fiel in Stuttgart-Süd auf

  - Schwabtunnel - Karl-Kloß-Straße (Ortsrand)
  - Wannenstraße - Waldeck

Für Stuttgart-Mitte wurden die folgenden Routen verstärkt diskutiert: 

  - City-Ring (Radschnellverbindung 13 laut Machbarkeitsstudie der Stadt Stuttgart)
  - Bopser - Charlottenplatz - Universität

Wenn man in der Karte auf eine Maßnahme klickt, erscheint in vielen Fällen rechts oben eine weitere Erläuterung.

Wenn Sie meinen, dass noch wichtige Routen oder Maßnahmen fehlen oder eher andere Maßnahmen geeignet sind, melden Sie sich gerne beim ADFC, am besten per Mail an frank.zuehlke@adfc-bw.de. Wir prüfen alle Meldungen, die eingehen, um unsere beiden Karten noch weiter zu verbessern.

Sie können Ihre Vorschläge entweder verbal beschreiben oder Sie legen einfach selbst unter umap.openstreetmap.de eine eigene Karte an, um Ihre Vorschläge dort einzutragen und schicken uns den Link.

Wir nehmen Änderungen bis zum 15.5.2022 entgegen. Danach möchten wir die Ergebnisse an die Bezirksbeiräte und an die Stadtverwaltung übergeben.

Befahrung

Unterdessen ist am Samstag, 30. April, 13 Uhr eine Befahrung einzelner Abschnitte vorgesehen. Der Treffpunkt ist an der Schickhardtstraße beim Schwabtunnel. Wer sich nur für S-Mitte interessiert, kann auch ca. 14 Uhr zum Bopser (Etzelstraße) kommen. In diesem Fall wird aber um Anmeldung (Mail an frank.zuehlke@adfc-bw.de, mit mobiler Telefonnummer) gebeten, für den Fall, dass die Uhrzeit deutlich vom Plan abweicht. 

Bislang gab es folgende Mapathons:

Im Frühjahr 2021: Stuttgart-Ost 
Winter 2021 / 2022 : Stuttgart-West und -Nord
Winter 2021 / 2022: Vaihingen und Möhringen

 


https://stuttgart.adfc.de/neuigkeit/mapathon-fuer-stuttgart-mitte-und-sued

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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